Unsere Mission
"Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, so lange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt." Albert Einstein
Robert ist 16. Seit fünf Jahren trinkt er regelmäßig Alkohol. Erst vor kurzem musste er ins Krankenhaus – mit mehr als drei Promille und einer Blutvergiftung. Zu Hause herrscht Krieg: Immer wieder prügelt ihn sein Stiefvater. Den Frust gibt Robert weiter. Wenn es Stress gibt, redet er nicht mehr lange. Er schlägt gleich zu.
Tanja, 14, möchte aussehen wie die Supermodels aus den Fernsehshows. Das heißt vor allem: schlank. Deswegen isst sie so wenig wie möglich, an manchen Tagen nur ein paar Blatt Salat. Bei einer Größe von 1,67 Meter wiegt Tanja weniger als 40 Kilo. Für zu dick hält sie sich noch immer.
Jens verbringt seine Freizeit mit Ballerspielen. Hausaufgaben macht der 13-jährige Schüler kaum noch. Immer häufiger fehlt er in der Schule – zu müde ist er vom nächtlichen Zocken. Seine Mutter fühlt sich machtlos. Als Alleinerziehende hat sie mit seinen vier jüngeren Geschwistern mehr als genug zu tun.
Kinder sind auf Nähe angewiesen. Sie brauchen Bezugspersonen, die sie lieben, ernstnehmen und sichere Strukturen bieten. Nur so werden sie zu selbstbewussten Persönlichkeiten. Doch wachsen viele Kinder unter schwierigen Bedingungen auf: Sie fühlen sich nur stark, wenn sie Drogen nehmen. Ihren Frust und ihre Leere „spülen“ oder „schlucken“ sie runter. Sie wurden in ihrem bisherigen Leben immer wieder physisch und psychisch verletzt und „misshandelt“ und verletzen nun andere. Von klein auf wurde ihnen immer wieder durch Gewalt Angst eingeflößt und sie tun es heute anderen gegenüber genauso. Sie haben die Perspektivlosigkeit und Resignation der Erwachsenen bereits in ihren jungen Jahren verinnerlicht und können sich vielfach gar nicht vorstellen, dass sie jemand mag, dass ihnen jemand etwas Positives zu traut und es gut mit ihnen meint. Sie fühlen sich einfach nur ausgegrenzt, benachteiligt und wertlos.
Diesen Kindern und Jugendlichen - den "Straßenkindern" von heute - wollen wir helfen. Weil sie unsere Hilfe brauchen!
